Teil 3: Analyse

Die Analyse beruht auf der einfachen Erkenntnis, dass der Mensch einen Verstand hat, in dem ständig aufgezeichnet wird, was er wahrnimmt, und den er verwendet, um zu denken. Die Erkenntnis ist eigentlich uralt. Der Asklepios-Kult der alten Griechen beruhte darauf. Asklepios war in der griechischen Mythologie der Begründer und Gott der Heilkunst. Wenn Leute Probleme irgendwelcher Art hatten, gingen sie gern in einen Asklepios-Tempel. Die Priester wussten, dass sich Men­schen im Traum die Bilder ihres Verstandes anschauen. Also legten sie den Ratsuchen­den auf die Schlafbank, und wenn er eingeschlafen war, beobachteten sie seine Augenlider. Wenn sie Bewegungen der Augen feststellten, weckten sie den Träumer, befragten ihn nach seinem Traum und versuchten Empfehlungen daraus abzuleiten, wie er das Problem lösen könnte, das der Grund seines Besuchs war: sicherlich ein umständliches Verfahren, doch man war sich zumindest des Verstandes bewusst.

Aus dem Asklepios-Kult der Griechen wurde der Äskulap-Kult der Römer; und der verschwand, als sich das Christentum über Europa ausbreitete. Die christliche Kirche riss das Monopol der „Seelsorge“ für eineinhalb Jahrtausende an sich.

Am Ende des Mittelalters erwachte die Philosophie zu neuem Leben. Nun beschäf-tigten sich englische Philosophen mit dem Verstand („mind“) als Grundlage der menschlichen Erkenntnisfähigkeit. Gottfried Wilhelm Leibniz verband die Ideen der englischen und deutschen Philosophie und gelangte damit bereits zu einem Konzept des seelischen Verstands, das im wesentlichen heute noch gültig ist. Doch es blieb natürlich bei einer Theorie, ohne direkten Bezug zur Anwendung.

Der Verstand wurde eigentlich erst um 1950 von L. Ron Hubbard wieder-entdeckt. Er inspirierte damit viele Leute. Doch er machte von Anfang an zu viele Fehler, so dass es ent­scheidend wurde, aus seinen Fehlern zu lernen.

Der Durchbruch in Sachen mentaler Technologie gelang in den 1980-er Jahren Irene Mumford. Sie identifizierte die verschiedenen Bereiche des Verstands und entwickelte zuverlässige Verfahren, um sie zu bearbeiten.

Ich selbst dachte mir zu dieser Zeit eine Theorie der mentalen Energie aus, die der Technologie eine solide Basis gab. So wurde es möglich, viele mentale, seelische und geistige Phänomene zu erklären, z. B. Emotionen, Traumen oder den Lebenszyklus eines Lebewesens. So wurde auch verständlich, wie sich Missemotionen aus traumatischen Erlebnissen tilgen lassen.

In der Analyse greifen wir idealerweise stets das auf, was gegenwärtig im Leben Schwierig­keiten macht. Mit anderen Worten, wir gehen auf den „Rechner“ zurück, mit dem die Person die Situation berechnet, und beheben das, was die Berech-nung stört.

 

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Ferninstitut für mentale Technologie - Es gibt keinen Ersatz für verstehen.