Mentale Technologie

Mentale Technologie

Mentale Technologie, was ist das? Es ist kein Name, kein Warenzeichen irgendeiner Art. Es ist schlicht und einfach, was die beiden Wörter bedeuten: der sachgerechte Umgang mit dem Verstand. Wenn sich der eine oder andere auf Anhieb nicht viel darunter vor­stellen kann, dann wahrscheinlich deshalb, weil das moderne Menschenbild nur einen Körper - Gehirn und restlichen Körper - kennt. Der Verstand kann dann natürlich nur als Eigenschaft des Menschen aufgefasst werden: ein Synonym für Vernunft, Intelligenz oder dergleichen. Und was wollte man unter einer „Technologie“ dafür verstehen? Doch der Mensch ist weit mehr als nur ein Körper; und solange wir das nicht erkennen, sind wir auch nicht in der Lage, ihn zu verstehen. Indem wir dem Menschen helfen, seinen Verstand zu erforschen, helfen wir ihm auch herauszufinden, wer oder was er im Grunde ist. Das vorliegende Konzept von mentaler Technologie ist deshalb ein Weg der Selbsterkenntnis: ein geistiger Weg.

 

Verborgene Potentiale

Wir sind es gewöhnt, uns Information anzueignen, wenn wir etwas lernen wollen. Daran ist sicherlich nichts verkehrt. Im Gegenteil, Bildung ist eine der Grundlagen persön­lichen und sozialen Wohlergehens. Die Möglichkeiten, sich durch Information allein zu verbessern, sind aber begrenzt. Wir versuchen stattdessen, das System zu verbessern, mit dem wir die Information verarbeiten: den Verstand. Das ist die weitaus effektivere Vorgehensweise.

 

Menschenbilder

Wir benötigen eine Vorstellung vom Menschen, ein gewisses Menschenbild, wenn wir irgendetwas für ihn tun wollen. Ein Bild von seinen körperlichen Proportionen genügt vollkommen, wenn wir irgendwelche Kleidung für ihn herstellen wollen. Der Mediziner braucht bereits ein umfassenderes Menschenbild, wenn er die körperlichen Krankheiten seiner Patienten behandeln will. Der Psychologe bräuchte ein Menschenbild, das die Seele des Menschen beinhaltete, wenn er sich tatsächlich um dessen seelische Krank­heiten kümmern wollte. Die Seele ist den modernen Wissenschaften jedoch abhanden gekommen. Wir führen sie „unter Vorbehalt“ wieder in unsere Überlegungen ein.

 

Hintergrund

Von der Seele des Menschen zu sprechen ist heute nicht üblich. Wenn wir es dennoch tun, fragt man uns: „Sind sie religiös?“ Vielleicht empfiehlt man uns auch esoterische Literatur („Der Dingens-da schreibt auch über die Seele ...“). Die Seele war natürlich seit jeher eng mit der christlichen Lehre verknüpft – und mit allerlei seltsamer Ideen beladen. So war sie den Wissenschaftlern der Neuzeit derart verhasst, dass sie sie kurzerhand aus ihren Wissenschaften verbannten. Sie schütteten das Kind mit dem Bade aus. Es gab seit Hippokrates eine ganze Reihe von seelischen Konzepten, die nichts mit irgendwelchen Religionen zu tun hatten. Doch sie sind allesamt in der Vergessenheit versunken. Leider erreichen wir nicht viel, wenn wir den Menschen nicht als das betrachten, was er ist: als körperliches, seelisches und geistiges Wesen.

 

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Ferninstitut für mentale Technologie - Es gibt keinen Ersatz für verstehen.